Fachschaft Wirtschaft

Es werden von allen Lehrkräften der Fachschaft die Fächer

  • Betriebswirtschaftslehre / Rechnungswesen (BwR) und
     
  • Wirtschafts- und Rechtslehre (WR)
     

unterrichtet. In der Wahlpflichtfächergruppe II (Schwerpunkt Wirtschaft) führt der Unterricht in BwR zur Abschlussprüfung. Der Unterricht in diesem Fach erfolgt aber auch in der Wahlpflichtfächergruppe IIIa (7. bis 9. Jahrgangsstufe) als nicht Schulaufgabenfach. Das Fach WR wird neben der Wahlpflichtfächergruppe II auch in der Wahlpflichtfächergruppe I (9. Jahrgangsstufe) als nicht Schulaufgabenfach unterrichtet.

Pädagogisch-fachliche Schwerpunkte

Mit den zwei Wirtschaftsfächern (BwR und WR) soll ein möglichst umfassendes wirtschaftliches Grundverständnis erzeugt werden, damit ein sicheres Bewegen in unserer Wirtschaft für jeden Schüler möglich ist.

Das beginnt in der 7. Jahrgangsstufe mit dem Kennenlernen betrieblich relevanter Faktoren wie beispielsweise dem Aufbau eines Unternehmens, der richtigen Standortwahl, einer geeigneten Rechtsformwahl usw. und letztendlich der Einführung in das Rechnungswesen.

In der 8. Jahrgangsstufe wird der komplette Ein- und Verkauf eines Unternehmens mit so zentralen Aspekten wie Kalkulation, Umsatzsteuer und vertragliche Vereinbarungen behandelt. Dazu kommen erste juristische Lerninhalte.

Für die 9. Jahrgangsstufe erfolgt in Rechnungswesen der große Bereich der Finanzierung (und Investition) mit z. B. der Fremdfinanzierung über Bankkredite, aber auch das Aktiengeschäft wird Gegenstand der Betrachtung. Während in WR grundsätzlich betriebswirtschaftliche und juristische Inhalte vertieft werden. Ganz besonderen Stellenwert hat aber die Berufsorientierung und Bewerbung.

Letztendlich wird in der 10. Jahrgangsstufe in BwR die Finanzbuchhaltung noch um die Betriebsbuchführung ergänzt, so dass sämtliche Buchführungsinhalte für die Praxis abgedeckt sind. Und die wirtschaftlichen Inhalte werden im Fach Sozialkunde mit gesellschaftspolitischen Aspekten verbunden.

Unterrichtliche Besonderheiten und Projekte

Nach der 6. Jahrgangsstufe sind die Eltern, aber auch die Schüler gefordert, sich für eine Wahlpflichtfächergruppe zu entscheiden. Damit sie nicht allein auf sich selbst gestellt sind, erhalten die Schüler eine Informationsveranstaltung von
den Wirtschaftslehrern. Denn gerade für das Fach Wirtschaft gibt es, im Gegensatz zu den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern noch keine Vorstellung, geschweige denn Erfahrungen. Selbst für die Wahlpflichtfächergruppe III mit dem Profilfach Französisch kann jeder Schüler über seine Englisch- und auch Deutschkenntnisse bzw. -fähigkeiten abschätzen, ob dieser Weg ein geeigneter wäre. So ist die Fachschaft Wirtschaft gefordert, das Profilfach BwR und das nicht Schulaufgabenfach WR vorzustellen.

Ab der Jahrgangsstufe 8 beginnt das überaus wichtige Thema Berufsorientierung. Über viele Jahr hinweg folgen deshalb nun schon externe Fachvorträge zu Berufsorientierung und Bewerbung. So wurden zahlreiche Vertreter der Wirtschaft eingeladen, diese Themen über die fachtheoretische Behandlung im Wirtschaftsunterricht hinaus, realitätsnah zu vermitteln. Aus ganz unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen kamen die Referenten, so z. B. aus der Versicherungswelt (AOK, DAK), aus kleinen Handwerksbetrieben (Blech & Tech) und auch aus der großen Industrie (Fa. Wieland).

Bezüglich des so bedeutsamen Unterrichtsthemas Bewerbung in der 9. Jahrgangsstufe findet eine fächerübergreifende Zusammenarbeit der Fachschaften Deutsch, IT und Wirtschaft statt. Während in Deutsch der sprachliche Aspekt  behandelt wird, bespricht man in IT den Aufbau und in Wirtschaft die Inhalte einer Bewerbung. Dabei kommt es immer wieder zu fruchtbarem Austausch von Informationen zwischen den Lehrkräften. So kommen aus dem IT-Bereich Neuerungen, z. B. aus dem DIN-Normen-Bereich und treffen auf sich verändernde Bedingungen und Schwerpunkte aus der Wirtschaft, z. B. Onlinebewerbung, zusammen.

Exkursionen

Im Fach BwR ist in der 7. Jahrgangsstufe eine Betriebsbesichtigung möglich. Dabei sollen die fachtheoretischen Inhalten, wie z. B. Aufbau und Funktionen eines Unternehmens, durch das Kennenlernen eines Betriebes veranschaulicht werden. In der 9. Jahrgangsstufe ist die Betriebserkundung bei der örtlichen Sparkasse obligatorisch. Über den funktionalen Aufbau- und Aufgabenbereich werden hier auch monetäre Bereiche wie beispielsweise Geldverkehr, Geldanlage etc. vorgestellt, was zu einer Vertiefung der im Wirtschafts- und Rechnungswesenunterricht behandelnden Themen führt.

Veranstaltungen über den Unterricht hinaus

Für die 8. Jahrgangsstufe ist bereits eine erste Aktion hin zur Berufsorientierung durch den Besuch des Berufsfindungstages in Pfuhl festgesetzt. Dies ermöglicht den Schülern hautnah mit Firmen in Kontakt zutreten, um sich erstmals Gedanken über mögliche Berufswünsche zu machen.

Zu Beginn der 9. Jahrgangsstufe findet ein Informationsabend für Eltern (und Schüler) mit dem Thema Berufsorientierung und Betriebspraktikum statt, um auf die zukünftigen Aktivitäten einzustimmen. Der Berufsfindungstag in der 8. Klasse findet in der Informationsveranstaltung Bildungsmesse (letztjährig auch VOCATIUM) seine Fortsetzung.

Die Phase der Berufsorientierung geht nun langsam über in die der Berufsfindung. Neben der Möglichkeit, für das verpflichtende Betriebspraktikum, Kontakte zu knüpfen, geht es jetzt schon um teilweise konkrete  Berufsentscheidungen mit unter Umständen ersten Verhandlungen um eine Berufsausbildung. Daneben fahren die Schüler der 9. Klassen jedes Jahr zur Agentur für Arbeit nach Ulm, um in das Berufsinformationszentrum (BIZ) eingeführt zu werden. Damit steht den Schülern zukünftig eine sehr eingehende Möglichkeit mit zahlreichen sehr anschaulichen Mitteln zur Verfügung, sich über Berufe und Betriebe zu informieren.

Die letzte Veranstaltung zum Thema Berufsorientierung für die 9. Jahrgangsstufe über den Unterricht hinaus stellt dann das verpflichtende Betriebspraktikum dar. Über eine Woche hinweg gewinnen die Schüler intensive Einblicke in ein Unternehmen und deren Aktivitäten. Sie lernen die Wirtschaft kennen und können weitere Einschränkungen bei der Wahl für einen geeigneten Ausbildungsberuf vornehmen. Nicht selten kommt es dabei zu ernsten Vorgesprächen hinsichtlich einer möglichen Berufsausbildung in diesem Unternehmen.

Und für die nicht mehr vielen 10.-Klässler, die immer noch keine konkreten Vorstellung über ihre berufliche Zukunft haben, stehen (wie auch bereits für die 9. Jahrgangsstufe) die Berufsberatung der Agentur für Arbeit im Schulhaus zur Verfügung, um in Einzelgesprächen doch noch einen Weg in die Ausbildung zu finden.